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Meine erste Teilnahme an einem Triathlon. Dem Crosstriathlon in Wuppertsal
Dootcom und DER am Crosstriathlon

Warum Triathlon?

Wenn man einen Einblick in meinen Tagesablauf und Dinge hat, die ich so mache, dann stellt man sich berechtigterweise die Frage: Warum Triathlon?
Ja weil ich sonst ja keine Hobbies habe. Also doch. Hockey, Freizeit, nichts tun. Doch irgendwie… ja irgendwie brauch ich immer ein Ziel, wenn ich etwas trainiere. Aber fangen wir am Anfang an.

Hämmerchen zur Vorbereitung

Eigentlich kann man sagen, dass alles mit meinem Wechsel zum RSC Cronenberg begonnen hat.

Hier dann auch direkt mal der kurze Reminder an alle, die es nicht wissen: Nein, ich spiele nicht schon immer beim RSC Cronenberg, sondern „erst“ seit 2012. Vorher habe ich tatsächlich mal bei der RESG Walsum gespielt. Doch zurück zum Thema: In meiner ersten Saison beim RSC war es Teil unserer Vorbereitung, an dem Crosstriathlon teilzunehmen. Teils, damit unser Trainer uns auf den Mountainbikes durch Wuppertal jagen konnte teils, damit wir ein wenig Präsenz in Cronenberg für den RSC generieren. Keine schlechte Idee, aber wenn man sich vorher noch nie so wirklich mit Triathlon befasst hat, eine echt anstrengende Sache. Wir wurden für das „Hämmerchen“ angemeldet.

Schwimmen
500 m im beheizten Freibad Neuenhof (Neoprenverbot). 500 m  Fußweg/Laufweg zur Wechselzone.
Radfahren
14 km mit dem MTB durch den Staatsforst Burgholz. Eine Runde ist in eindrucksvoller Landschaft zu bewältigen. Die bergige Strecke auf zumeist breiten Wegen weist sowohl knackige Anstiege als auch herrliche Abfahrten auf (insgesamt ca. 330 Hm).
Der ganze Kurs verläuft ausschließlich im Wald. Mountainbike bzw. Crossrad ist Voraussetzung !!!
Helmpflicht !!!
Räder mit E-Antrieb sind nicht zugelassen.
 
Laufen
ca. 5 km (2 Runden, ca. 100 Hm). Gelaufen wird z.T. auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke (Sambatrasse).
Die Laufstrecke verläuft überwiegend auf gut befestigten Wegen durch dichten Wald.
Durchgehende Kilometrierung. Getränkeversorgung 2x pro Runde. 

Der Profischwimmer

Also grundsätzlich sind die Distanzen für einen aktiven Sportler, meiner Meinung nach, kein Problem. Wäre da nicht dieses… Radfahren durch den Burgholz. Hoch und runter und wieder hoch. Oder wie ich es gerne sage: Bergab sind die geisteskranken an mir vorbei gerast, während meine Bremsen heiß wurden und ich mich an meinem Leben festgehalten habe. Und bergauf – ja bergauf bin ich dann wieder an ihnen vorbei gefahren. The circle of life. Was am Ende jedoch zählte, war nicht als letzter der Mannschaft ins Ziel zu kommen und im besten Fall noch so den ein oder anderen hinter dir lassen, damit man beim Training dann keine dummen Sprüche gedrückt bekommt, sonder eher drücken kann. Ich könnte euch jetzt damit langweilen und erzählen, wie wir als Mannschaft mal bei einer Schwimmstunde waren, ich dort nach dem Einschwimmen eine Bahn alleine schwimmen sollte, damit die anderen sich das ansehen können. Ich dann dachte: Ach so schlecht schwimmst du anscheinend doch nicht und dann auf den Boden der Tatsachen geholt wurde, als unser Schwimmtrainer zu meiner Mannschaft sagte: Seht ihr Leute, genau so… machen wir es nicht. Doch es soll hier ja (noch) nicht um meine herausragenden Schwimmkünste gehen, sonder um die Geschichte hinter der, wahrscheinlich dummen Idee einen 70.3 zu machen. FYI: Ich hab meinen Schwimmstil noch nicht zu 100% optimiert, oder verbessert, aber gut Ding und so.

Sieh nicht zurück

Dreht euch nicht um! Das war, was wir bei der Einweisung vor dem Wettbewerb gesagt bekommen hatten. Warum? Weil man die Augen im Wald nicht einmal von der Strecke vor sich nehmen darf. Beim Radfahren, alles gut, aber als ich dann auf der Laufstrecke gehört habe, wie jemand hinter mir lautstark gestolpert ist, konnte ich nicht anders, als mich umzudrehen um zu sehen, ob es irgendwie kritisch war. Großer. Fehler.
Direkt über eine Wurzel geflogen und schön mit dem Gesicht gebremst.
Nicht. Umdrehen.
Is klar, jetzt check ich es auch.

Meine erste Teilnahme an einem Triathlon. Dem Crosstriathlon in Wuppertsal
DER und ich haben mit dem Gesicht gebremst

Hört sich alles nicht so unfassbar cool an, oder? Nichts in dem, was ich hier geschrieben habe macht irgendwie den Anschein, als hätte man Bock auf mehr. Stimmt auch. Schwimmen ist kacke. Radfahren durch die Wuppertaler Berge brauch kein Mensch und beim Laufen über Wurzeln stolpern will auch niemand. Aber wisst ihr was cool ist? Ankommen.
Triathlon ist in weiten Teilen ein Einzelsport.
Du schwimmst alleine. Fährst alleine. Läufst alleine.
Du bist selber verantwortlich für das, was am Ende rauskommt.
Ein komplett neues Gefühl für mich. Den Typ, der seit seinem vierten Lebensjahr auf Rollschuhen steht und zusammen mit einer Mannschaft Erfolge und Misserfolge feiert.
Man muss sich irgendwie darauf verlassen, dass keiner deiner Mannschaftskollegen verkackt und falls doch musst du dein bestes geben um den Fehler auszugleichen und andersrum genau so. Man gewinnt spiele nicht alleine. Mann-schafts-sport.
Aber über die Ziellinie zu laufen bei meinem ersten Triathlon und zu wissen, dass ich nur so gut, oder schlecht war, weil ich abgeliefert, oder verkackt habe. Das war neu. Nichts, was mich dazu gebracht hätte zu denken Wow den Scheiß mache ich nochmal, aber trotzdem… verbuchen wir es erstmal unter: Interessant.

Three times the charm

Nach meinem ersten Auftritt auf dem Crosstriathlon durften (mussten) wir selbigen noch zwei weitere Male absolvieren. Mich motivierte hier immer wieder dieses: So ein bisschen besser sein als X oder Y. Aber so wirklich über Triathlon nachgedacht hab ich nicht. Hockey steht im Vordergrund.
Dann kam meine Verletzung. Da brauch man nicht nochmal drauf eingehen, aber das wichtigste, was aus dieser Zeit hervorkam war ein einziger Satz, meines alten Trainers. Der mich damals zum Crosstriathlon gezwungen und wahrscheinlich meine Selbsteinschätzung im Hockey wieder grade gerückt hat und mir Grenzen zeigte. (Sagt es ihm nicht, sonst denkt er, er wär nen guter Trainer gewesen).
Genau der, der den Ironman in Frankfurt gefinished hat.
Während des Trainings, also meiner Reha würde ich sagen. Fragte er mich:
SS: Was ist eigentlich mit deinem Knie? Wieder fit?
Ich: Joa, pff ehm schon irgendwie ne. Nur ich weiß halt, dass es kaputt ist und das macht mir Probleme im Kopf.
SS: Ja kein Problem, dann melde dich doch einfach für den Triathlon in Krefeld an.
Wenn dein Knie das schafft, dann weißt du, dass du wieder fit bist.
Wenn mein Knie das schafft, dann weiß ich, dass ich wieder fit bin???
Wenn mein Knie das schafft…
Weiß du was?, dachte ich mir, keine schlechte Idee, wo muss ich unterschreiben?!
So bin ich also wieder zum Triathlon gekommen. Und Junge, Junge ich wusste nicht, wie viel Spaß Radfahren machen kann, wenn man nicht entweder auf einem Hollandrad mit platten Reifen, oder einem Mountainbike durch die scheiß Berge unterwegs ist, sondern mit einem Rennrad, auf Asphalt!

Wissen ist Macht

In der Vorbereitung habe ich mich dann mehr für den Triathlon-Sport an sich interessiert, als eh schon. Mein Interesse wurde geweckt durch die eben schon erwähnte Teilnahme meines… Trainers beim Ironman in Frankfurt und durch meine eigene Teilnahme an… sowas in der Art, musste ich mich ja dann mal informieren.
Also hab ich Youtube Videos geguckt, Zeitschriften gelesen und mich mit Leuten unterhalten, die es einfach besser wussten, als ich. Seit diesem Tag, interessiere ich mich für Triathlon. Und seit meinem ersten Finish eines Volkstriathlons schwelt in mir der Wunsch irgendwann auch mal eine andere Distanz zu finishen. Jedoch wurde irgendwann immer wieder auf irgendwann später dann verschoben. Tja. Jetzt gibt es kein später mehr. Jetzt gibt es nur den 23. August 2020. Und den Weg dahin. Jetzt wisst ihr bescheid. Ich dachte mir ich frische hier euer Wissen mal auf, falls ihr euch auch fragt: Hat der se noch alle?

Wir werden sehen. Bevor es dann im November losgeht mit meinem Training habe ich noch vor euch von Hawaii und meinem Duathlon zu erzählen. Falls jemand bis hier hin kommt, lasst mich doch mal wissen, was ihr als erstes lesen wollt. Am besten auf Twitter, weil ich mich ja entschieden habe Twitter und diesen Blog hier für die Kommunikation zu nutzen. Auch so ein wenig ein Experiment für mich und meine Berufliche-Tätigkeit. Also Twitter.

Über Dootcom

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Ja Moin. Kay hier. 29 Jahre als. Ausgebildeter Grafikdesigner und B.A. in Journalism & Business Communication. Ich schreibe hier von A-Z über alles, was mir grade Spaß macht, oder in den Sinn kommt

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